| Erfahrungsbericht Magenblähungen |
| 23. February 2007 23:13 | |
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Geschrieben von: Marta Samstag gegen 15 Uhr Hoppel macht die Fotosession mit. Er sieht gut aus, und mir fällt nichts auf. Nach der Auslauf-Runde ißt er seine wohlverdiente Portion Trockenfutter. Er ißt nicht viel, wie immer. gegen 20 Uhr Hoppel und Möhrchen dürfen wieder laufen. Möhrchen ist direkt draußen, Hoppel geht nicht raus, was schnell mein Mißtrauen weckt. Gleich merke ich, daß er sich so komisch wälzt. Ich versuche, ihn zu überzeugen, daß er rausgeht. Er ist raus, aber will nicht laufen. Er sitzt in einer Ecke, aber ich kann sehen, daß es ihm nicht gut geht! Er kann sich nicht bequem hinsetzen. Es dauert keine halbe Minute, da wechselt er wieder die Position. Er versucht zu liegen, geht aber auch nicht. Er schmeißt sich auf die Seite. Nach vorne bewegt er sich, indem er sich mit Hilfe der Vorderpfoten anzieht. Er versucht, sich zu putzen, geht aber auch nicht. Er kippt fast um. Ich beobachte ihn so eine Weile (vielleicht macht er was vor???). Er sitzt völlig teilnahmslos und läßt sich streicheln und anfassen (sonst läßt er keinen an sich ran). Ich versuche, den Bauch zu tasten, aber wegen Mangel an Erfahrung weiß ich nicht, ob da etwas nicht in Ordnung ist. Bei Möhrchen scheint der Bauch fester zu sein. gegen 22 Uhr Wir bereiten uns auf den Arztbesuch vor, in der Tierklinik. Wo seine Schmerzen so stark sind, will ich auf keinen Fall warten. Im Käfig finde ich... ein Distel im Heu!!! Ist das der Übeltäter??? gegen 23 Uhr Wir sind dran. Der TA stellt beim Hoppel starke Blähungen fest. Er bekommt sofort eine magen-darm-beruhigende Spritze, auch gegen seine Bauchschmerzen. Für zu Hause bekommt er Sab-Simlex, die er 3 mal täglich (5 Tropfen) bekommen soll, und Bird Bene Bac (2 Tropfen). Und zum Essen nur Heu. Wir sollen am Montag zur Kontrolle kommen. Sonntag Ich bleibe den ganzen Tag zu Hause. Hoppel scheint nicht mehr die Schmerzen zu haben, auf jeden Fall nicht so stark. Tropfen und Bene Bac mag er nicht, aber die Medizin muß ins Kaninchen! Er versucht schon zu laufen, wird aber sehr schnell müde. Ab und zu schmeißt er sich auf die Seite. Am Abend ist er sauer, daß er das "richtige" Futter nicht bekommt. Möhrchen ist auch sauer, daß sie Diät machen muß. Zu trinken bekommen die Beiden Kamillen-Tee. Hoppel fängt an, mit den anderen durch die Gitterstäbe zu schimpfen. Das ist ja für mich ein gutes Zeichen! Montag Vormittag Wir fahren zur Klinik. Hoppel hat seine Tropfen noch bekommen, und jetzt hat er schrecklich Angst - wir müssen leider mit der Straßenbahn fahren... Der Doktor meint, der Kerl macht schon einen guten Eindruck :-) Aber er bekommt noch eine magen-darm-beruhigende Spritze. Ab sofort bekommt der Hoppel Sab-Simplex nur einmal täglich und nach Bedarf, d.h., wenn ich feststellen sollte, daß er noch ein bißchen Schmerzen hat. Bene Bac sollen wir aufbrauchen. Und er darf schon ein paar Pellets bekommen und ein klein bißchen Grünes - aber besser am nächsten Tag. Als wir nach Hause kommen, zittert Hoppel vor Angst. Er ist nach der Fahrt fertig. Ich decke ihn mit seinem Tuch zu und er schläft direkt ein. Nach einer Weile geht es wieder besser, aber er ist durcheinander. Dienstag Hoppel ist nur noch ein kleines bißchen durcheinander, aber sonst frißt er schon richtig mit Appetit und ziemlich viel Heu. Die Pellets scheinen ihm auch zu schmecken. Er bekommt auch ein Stückchen Fenchel. Mittwoch Hoppel sieht schon ganz gut aus. Er ist wieder der alte! Blähungen können beim Kaninchen sehr schnell zur Trommelsucht führen. Die Blähungen, die nicht sofort behandelt werden, stellen eine akute LEBENSGEFAHR fürs Kaninchen dar. Die Gründe für Blähungen sind Nebenwirkungen nach Antibiotika-Behandlung, plötzliche Futterumstellungen oder auch zu einseitige Ernährung. © 2000 Marta Bier Siehe dazu auch den Bericht über: Trommelsucht bei Nagerinfo
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| Letzte Aktualisierung ( 7. October 2009 07:47 ) |