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Außenhaltung im Winter Drucken
23. February 2007 22:05

Kaninchen können bei geeigneter Unterkunft den Winter auch im Freien verbringen. Die Tiere sollten zu Beginn der kälteren Jahreszeit mehr Futter zur Verfügung bekommen, da sie sich automatisch mit fallenden Temperaturen eine Fettschicht anfressen und das Fell dichter wird. Kaninchen, die im Gehege leben, müssen eine zugfreie geschützte Unterkunft zur Verfügung haben.  Die Tiere müssen viel Stroh und ein Haus im Gehege haben, das größer sein sollte als die, die man im Handel bekommt, um sich wärmen zu können. Auch sollte das Gehege möglichst genügend Bewegungsraum bieten, damit sich die Kaninchen eventuell „warmlaufen“ können und nicht gezwungen sind, bei zu eisigen Temperaturen auf einer Stelle zu sitzen. Für Kaninchen, die in einem Aussengehege leben, wären mindestens 6 qm Auslauf wünschenswert, um sich warmlaufen zu können. Bei mehreren Kaninchen entsprechend mehr.  Es versteht sich von selbst, dass man ein einzelnes Kaninchen besser nicht im Freien hält, da ihm der Partner zum Wärmen fehlt und es unter der Einsamkeit leidet.

Wenn es kühler wird, kommt es automatisch zum Fellwechsel. Während dieser Zeit sollte man die Tiere ausgiebig bürsten, um zu vermeiden, dass sie zuviele Haare beim Putzen verschlucken. Dies könnte zu einem gefährlichen Haarballen im Magen führen.

Das Wasser muss tagsüber öfter erneuert werden, bevor es gefroren ist. Bei Kleintierzuchtbedarf Schmidt finden Sie  eine  Wärmeplatte (S. 33), die das Einfrieren vom Trinkwasser verhindert. Grünfutter sollte morgens und abends gereicht werden, damit es nicht gefriert. Am besten wäre es, den Kaninchen ständig genügend energiereiches Futter zur Verfügung zu stellen, so dass immer genügend zur Aufrechterhaltung der Körpertemperatur vorhanden ist (sehr energiereich ist z.B. Mais, der in den Wintermonaten sehr gerne gefressen wird). Heu muss immer zur Verfügung stehen. Natürlich darf man nicht vergessen, den Kaninchen ihren täglichen Auslauf zu geben. Dies darf dann aber entweder nur im Freien oder einem ungeheizten Raum geschehen, da zu hohe Temperaturunterschiede zu Krankheiten führen können. Ein Züchter versicherte mir, dass seine Zwergkaninchen bis –20 ° C im Freien bleiben, ich persönlich nehme meine Tiere bei länger andauernden Kälteperioden von etwa –15 ° C in einen ungeheizten Raum. Dort müssen sie dann aber auch bis zum Frühjahr bleiben, da das Fell schnell wieder dünner wird, und ein erneuter Aufenthalt im Freien zu gefährlich wäre.

Sollten die Kaninchen den gesamten Winter draußen gehalten werden, muss man sich auch Gedanken um die Silvesternacht machen. Da Kaninchen sehr schreckhaft sind und ein empfindliches Gehör haben, sollte man darauf achten, dass diese Nacht möglichst stressfrei abläuft. Am besten wäre es, die Tiere rechtzeitig an einem ruhigen, nicht geheizten Ort unterzubringen (z.B. Keller). Eventuell kann man ein Radio mit leichter Hintergrundmusik in den Raum stellen, um von der Knallerei ein wenig abzulenken. Am Neujahrstag kann man sie dann wieder in den Garten bringen.

© Daniela und Andrea

Siehe dazu auch den Bericht „Kaninchen im Freien“

Winterfütterung bei Aussenhaltung - bunny-in

Gehegeinfo Sommer und Winter - bunny-in

Letzte Aktualisierung ( 9. November 2009 08:48 )
 
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