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Kaninchen im Freien Drucken
23. February 2007 22:04

(Quelle: HRS)

Übersicht

Die Vorteile von Auslauf im Freien sind frische Luft, Sonne und Freiheit zum Rennen, Knabbern und Graben. Für ein Beutetier wie das Kaninchen kann der Garten aber auch Gefahren bergen, wie z.B.:

Fremde Tiere (Hunde, Katzen, Raubvögel)
Diebstahl oder Quälerei durch Menschen
Giftige Pflanzen
Pestizide oder Dünger
Einwirkung von Sonne, Hitze, Wind oder Nässe
Bakterien im Schmutz
Krankheiten, die von Fliegen und Mücken  übertragen werden

Was ist die größte Gefahr für ein Kaninchen im Freien?

Die größte Gefahr ist, von fremden Tieren angegriffen zu werden. Ställe oder Käfige bieten oft nicht genug Schutz, um das Kaninchen den ganzen Tag sicher im Freien zu lassen. Mit ihrem ausgeprägten Geruchssinn und Gehör können Kaninchen andere Tiere selbst im Nachbargarten bemerken. Sie können in Panik geraten und sich selbst verletzen oder sterben an einem Schock.

Die Behausung der Tiere muss sauber gehalten werden, da besonders in den warmen Jahreszeiten die Gefahr von Befall mit Fliegenmaden besteht.

Kaninchenställe kann man mit einem Vorhängeschloß gegen Öffnen durch fremde Personen sichern. Das Futter muss für andere Tiere wie z.B. Mäuse und Ratten unerreichbar sein, da diese Ihr Kaninchen mit Krankheiten infizieren können. Generell sollte jedes Kaninchen gegen Myxomatose und RHD (Chinaseuche) geimpft sein.

Was muss ich noch beachten?

Kaninchen, die im Freien leben, sollten niemals einzeln gehalten werden. Da ihnen der ausreichende Familienanschluß fehlt, sollten sie zumindest einen Kameraden haben. Das Tier kann sonst depressiv oder aggressiv werden. Sie möchten doch sicher auch nicht in Einzelhaft sitzen. Kaninchen, die im Stall untergebracht sind, brauchen auch täglich Auslauf. Auch der Kontakt zum Menschen darf nicht fehlen. Geben Sie Ihren Kaninchen ihre tägliche Schmuseeinheit.

Wie kann ich meinem Kaninchen sicheren Auslauf im Freien gewähren?

Für einen sicheren Auslauf am Tag empfehlen wir einen Gehege in Ihrem eingezäunten Garten mit Boden, Abdeckung und geschlossenen Seiten, um das Kaninchen vom Buddeln abzuhalten und zu vermeiden, dass unwillkommene Besucher hineinklettern oder hineinspringen. Ein Plan vom House Rabbit Handbook (Drollery Press, 1991) beschreibt einen 2,4 m langen x 80 cm breiten x 80 cm hohen Holzrahmen aus ca. 5 x 10 cm starken Holzlatten und engmaschigem (max. 2,5 cm Maschendurchmesser) Drahtgeflecht. Manche Kaninchen knabbern den sogenannten Hasendraht durch. Besser, aber auch etwas teurer als die geflochtenen Sechskant-Drähte, sind stabile, punktgeschweisste Volierendraht. Ein Sperrholzdach gibt Schutz und Schatten, ein Drahtboden bedeckt mit sauberen Stroh vermeidet, dass sich das Kaninchen herausbuddelt.

Langohrtraumzuhause - Aussengehege 

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