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Stubenreinheit Drucken
23. Februar 2007 21:47

Wie wir unser Kaninchen zur Stubenreinheit erzogen haben

"Nichts ist stärker als Gewohnheit"

Obwohl ich gehört hatte, dass manche Hauskaninchen nie stubenrein werden, war es überraschend einfach, unser Kaninchen dazu zu bringen, die Klokiste zu benutzen.

Wie die meisten Kaninchenbesitzer haben wir mit ihm in einem Käfig begonnen. Er verbrachte die meiste Zeit darin - immer wenn wir die Wohnung verließen (wir sind beide berufstätig, deshalb kam das oft vor) und wenn wir zu Bett gingen, wurde er in den Käfig gesperrt. Wir ließen ihn heraus, wenn wir zuhause waren. In seinem Käfig hatte er Futter, Wasser und eine Klokiste für seine Geschäfte (der Boden des Käfigs war aus Draht**). Sehr oft suchte er sich eine bestimmte Ecke des Käfigs für seine Geschäfte aus (typisches Kaninchenverhalten), und das war der Schlüssel zu seiner Sauberkeitserziehung.

Als wir von der Ostküste in den Westen umzogen, wurde uns klar, dass sein Käfig viel zu groß war, um ihn bequem mit ins Flugzeug zu nehmen, sogar als Gepäckstück. Die Alternative dazu war, den Käfig vom Umzugsunternehmen mitbringen zu lassen, aber in diesem Falle würde er mit dem Rest der Einrichtung so lange gelagert werden, bis wir eine neue Wohnung gefunden hätten. Das konnte Wochen oder sogar Monate dauern. Zu diesem Zeitpunkt hatten wir ihn schon seit einem Jahr, und wir sperrten ihn nur nachts in den Käfig (welchen er zu hassen gelernt hatte, wenn wir den Kampf, den wir immer zur Schlafenszeit hatten, richtig deuteten).

Er durfte den ganzen Tag in der Wohnung hoppeln, auch wenn wir weg waren. Er war ein Freilaufkaninchen, und man musste es ihm hoch anrechnen, dass er nie irgendwelches Unheil anrichtete, während wir fort waren. Tagsüber hüpfte er immer dann in seinen Käfig, wenn er etwas fressen oder trinken wollte, oder wenn er seine Klokiste benutzte, so dass er eigentlich nicht wirklich in seinem Käfig lebte. Da ich gehört hatte, dass man manche Kaninchen zu Stubenreinheit erziehen könne, entschieden wir uns dafür, es auch zu versuchen, und wenn es klappen sollte, würden wir den Käfig dem Umzugsunternehmen mitgeben.

Wir kauften ein Katzenklo, füllten es mit Holzspänen und stellten es in seinem Käfig in die Toilettenecke. Zuerst hüpfte der neugierige George, unser Wascally Wabitt, mehrmals rein und wieder raus, versuchte, die Späne zu fressen, und knabberte an den Plastikrändern. Aber als er das nächste Mal wieder auf Töpfchen musste, zögerte er nicht, hineinzuspringen und das Klo zu benutzen. Er benutzte es in den nächsten Tagen stets.  Wir ließen uns wirklich nicht sehr viel Zeit, um ihn zu trainieren – die Möbelpacker kamen noch in derselben Woche und packten unsere Möbel zusammen.

Weil wir am nächsten Tag abfliegen wollten, verbrachten wir die Nacht in einem Hotel. Wir nahmen seine Klokiste mit und legten einige frische Köttel hinein. Wenn wir schlau gewesen wären, hätten wir ihm beigebracht, seine Klokiste auch außerhalb seines Käfigs zu benutzen, bevor die Möbelpacker ihn mitgenommen hatten. Aber wir waren es nicht! Würde er wissen, dass er seine Klokiste auch benutzen sollte, wenn sie nicht in seinem Käfig stand?

Sobald wir im Hotelzimmer waren, stellten wir die Klokiste in eine Ecke und verteilten die Köttel darin. Ich nahm ihn aus seiner Transportbox und setzte ihn sofort in die Klokiste. Wir hielten ihn einige Minuten in der Kiste fest (sein erster Instinkt war herauszuspringen und sich zu verstecken - er war noch von der Autofahrt zum Hotel traumatisiert ). Ich streichelte ihn und versuchte, ihn zu beruhigen. Als er anfing, etwas ruhiger zu atmen, zeigte ich ihm seine Köttel und erlaubte ihm, die Kiste zu verlassen. Erfolg!!!

Er tauchte sofort unterm Bett ab und verbrachte fast die ganze Nacht dort. Am nächsten Morgen entdeckten wir dass er wieder in seiner Klokiste gewesen war, denn es waren neue Köttel dort. Als wir uns fertig machten, um zum Flughafen zu fahren, sahen wir, wie er in die Kiste sprang und dort sein Geschäft verrichtete. Erfolg!!!

Danach haben wir seinen Käfig komplett abgeschafft. Immer wenn wir umgezogen sind, war alles, was wir tun mussten, ihm zu zeigen, wo wir sein Klokiste hinstellten. Er benutze sie dann ohne Probleme. Sie war auch ein Ort der Behaglichkeit und der Sicherheit für ihn. Manchmal döste er auch eine Weile in der Kiste, zusammengerollt und die Ohren angelegt. Jedesmal, wenn unser unartiges Kaninchen dabei erwischt wurde, wie er Bücher aus den Regalen zog und anknabberte, rannte er normalerweise in seine Kiste, um nicht ausgeschimpft zu werden.

*Another Favorite Munchie*

Ich weiß nicht, ob alle Hauskaninchen das machen, aber unserer geht gerne rückwärts in die Ecken. Deshalb brauchten wir eine Klokiste mit hohen Wänden, um zu verhindern, dass er aus der Kiste herausspritze. Von Zeit zu Zeit lässt er ein paar Köttel außerhalb seiner Kiste fallen, normalerweise in einem Bereich, in dem er sich gerne aufhält, um diesen zu markieren. (Gesunde Kaninchenköttel sind klein, hart und rund - sie verschmutzen nichts). Er ließ auch Köttel außerhalb der Kiste liegen, um uns zu zeigen, dass er krank war. Seine Köttel waren dann deformiert und hatten eine andere Farbe. Als wir ihn dann zum Tierarzt brachten, sagte uns dieser, dass das Kaninchenfutter, welches wir verwendeten zu Verdauungsproblemen führte, welche ihn töten konnten. Zu Glück erholte er sich wieder, und wir fütterten ihn von da an besser. Bei der Einstreu für seine Klokiste vermieden wir es, Katzenstreu zu verwenden, weil er es gerne fraß. Er mochte es auch, an den frischen Holzspänen zu knabbern, wir wechselten dann aber gleich auf Maiskolbeneinstreu (eine weitere Lieblingsknabberei von ihm), als wir erfuhren, dass Kiefernspäne aromatische Öle enthielten, die für ein Kleintier gesundheitsschädlich sein konnten. Später fingen wir dann an, recycelte Holzzellstoff-Einstreu zu verwenden. Jedesmal, wenn wir die Art der Einstreu wechselten, gewöhnten wir ihn daran, indem wir die neue mit der alten mischten. Die Homepage der House Rabbit Society hat auch noch gute Ratschläge, wie man unsere Hauskaninchen zur Stubenreinheit erziehen kann. Viel Glück dabei!!! Lasst mich wissen, ob ihr bei eurem Kaninchen Erfolg damit habt.

**Anmerkung der Übersetzer: Kaninchen sollten grundsätzlich nicht auf Draht oder Gitterböden gehalten werden. Dieses verursacht Verletzungen und Wundheit an ihren Pfoten, die keine Polster haben wie z.B. die von Hunden oder Katzen.

Originaltitel: "How We Litter Trained Our Rabbit" Copyright 1998 Kim Fryer. All rights reserved.
Übersetzt von: Nicole Benedetti

© 2000 Nicole Benedetti

© 2003 Kaninchenforum.com

Letzte Aktualisierung ( 27. Februar 2007 09:40 )
 
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