| Kaninchensicher wohnen |
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| 21. Februar 2007 10:35 | |
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von Pardona (alle Fotos: © Y. Heinsohn und © A. Linow) Ordnung ist das halbe Leben - gerade für Kaninchenhalter kann das sehr wichtig sein. Alles, was Kaninchen nicht annagen oder fressen sollen, muss man aus ihrer Reichweite schaffen. Gerade bei gefährlichen und giftigen Dingen ist das ganz wichtig. Lieber nichts riskieren oder sich drauf verlassen, dass die Kaninchen da schon nicht drangehen! Nun kann man nicht alles einfach wegräumen oder unzugänglich machen, darum hier eine kleine Sammlung an Möglichkeiten, die euch Ideen und Anregungen geben können. Kabel: Es ist nicht nur ärgerlich, wenn Kaninchen Stromkabel annagen, es kann vor allem auch sehr gefährlich für die Langohren sein, und darum sollten Kabel unbedingt geschützt werden. Verlasst euch nie darauf, dass Kaninchen sich dafür schon nicht interessieren werden, auch dann nicht, wenn es bisher immer gut geklappt hat! Eine einfache, aber nicht immer praktische Lösung ist es, die Kabel aus der Steckdose zu ziehen und außer Reichweite zu legen. Kabel kann man ansonsten schützen, indem man sie möglichst so verlegt, dass sie z. B. hinter Schränken, Kommoden oder anderen kaninchen- unzugänglichen Orten entlang laufen. Auch Kabelschächte aus dem Baumarkt oder Kabelschutzhüllen aus dem Autobedarf können wirksamen Schutz bieten. Ebenso kann man mit Holzbrettern an der Wand (um z. B. gleich die Tapeten mit zu schützen) oder aus Holz gebauten Schutzhüllen Vorsorge treffen. Spalten und Lücken: Spalten und Lücken hinter Schränken etc. lassen sich ebenfalls gut mit Holz abdichten. Da gibt es je nachdem verschiedene Möglichkeiten, die je nach Lücke/Spalt zum Einsatz kommen können. Dickere Brettchen in die Lücke geklemmt halten neugierige Kaninchen ab. Ziegelsteine oder andere geeignete Steine lassen sich, sofern sie passen, ebenso gut zum Schließen irgendwelcher Lücken missbrauchen (Achtung, dass diese sicher stehen und nicht umfallen können - wohlmöglich auf Ninchens Fuß oder Kopf). Auch andere geeignete Gegenstände können zum Einsatz kommen, um Lücken und Spalten unzugänglich zu machen. Hier versperrt ein Wergzeugkoffer den Weg. Bett: Haben sich Kaninchen das Bett als Buddellandschaft ausgesucht und zerfetzen liebevoll Bettdecken und Laken, kann man mit einer Gewebeplane aus dem Baumarkt Abhilfe schaffen. Diese Planen gibt es in verschiedenen Ausführungen und Größen in jedem Baumarkt (öfter auch in Angeboten) und können wie eine Tagesdecke über das Bett
Wände und Zimmerecken: Es gibt immer wieder Kaninchen, die es toll finden, fein säuberlich die Tapeten von den Wänden zu reißen. Da gegen helfen z. B. Holzplatten an die Wand geschraubt/genagelt oder Plexiglas.
Teppich: Den Teppich vor kleinen Randaleninchen zu schützen, ist nicht ganz einfach. Wenn nur Möbel: Sofern man nicht ein extra Kaninchenzimmer hat, wird man sich an Kaninchenkunst an den
Pflanzen: Zimmerpflanzen sollten aus der Reichweite der
Sonstiges: Andere Bereiche vom Zimmer lassen sich auch gut mit der oben beschrieben Stellwand abtrennen. Etwas aufwändiger wäre eine Gitterstellwand, die aus mehreren mittels Scharnieren/Klavierband zusammengebauten Elementen besteht. Jedes der Elemente ist ein Holzrahmen mit angetackertem Kleintierdraht. Die Höhe sollte natürlich nicht zu gering gewählt werden (ich würde mindestens einen Meter vorschlagen). Da haben nämlich dann auch meist die im Zoohandel erhältlichen Gitterelemente ihren Schwachpunkt. Ansonsten lassen sich diese natürlich auch zum Abtrennen verwenden.Kaninchen mögen erhöhte Plätze und so manches hoppelt gern mal auf dem Käfiggitter herum. Das kann auch mal böse ins Auge gehen, wenn es mit den Füßchen z. B. beim Herunterspringen hängen bleibt. Eine einfache und praktische Lösung hierfür bietet ein einfacher Flickenteppich auf dem Käfig.Wichtige Anmerkung:Kaninchen, die sich langweilen, haben meist eher Blödsinn im Kopf als Kaninchen, die sich arttypisch beschäftigen (buddeln, rennen, nagen etc.) können und Artgenossen um sich haben. So können manche Probleme schon mittels einer Buddelkiste, Nagemöglichkeiten etc. behoben werden.Weitere Vorsichtsmaßnahmen: (sicher nicht vollständig!)Kaninchen können wie kleine Kinder sein, und dementsprechend muss man als Halter auf der Hut sein und vorausschauend denken. Je besser ihr vorsorgt, umso weniger Stress für euch und natürlich auch mögl. Gefahren für eure Langohren.Unterschätzt eure Langohren nicht, sie können richtig pfiffig sein, hoch springen, und so manches mutiert zum richtigen Kletterkünstler.Lasst niemals Menschenessen, Süßigkeiten oder Getränke unbeobachtet in Anwesenheit von Kaninchen. So manches entwickelt bizarre Geschmacksvorlieben und wird schauen, wie es an die „Köstlichkeit“ kommen kann. Nehmt das Essen mit, deckt es sicher ab, stellt es sicher hoch, in den Schrank z. B., wenn ihr nicht drauf achten könnt oder ihr auch nur für kurze Zeit das Zimmer verlasst.Achtung auch bei Kerzen, Feuerzeugen und Aschenbecher (zumal es eh besser ist, nicht in Angesehenheit von Kaninchen zu rauchen bzw. noch besser gar nicht ;-) ).Passt auf, wo ihr z. B. Stühle oder ähnliche willkommene Hilfsmittel stehen lasst. So etwas kann schnell zu einer prima Zwischenstufe auf dem Weg ins nächste Regal oder ähnliches werden.Bedenkt auch, wo ihr Gläser und anderes Zerbrechliches stehen lasst. Ich habe schon erlebt (in dem Fall zwar eine Katze, aber auch denkbar bei Kaninchen), wie ein Glas vom Tischrand gestoßen wurde, und wäre das Tier nicht im Sprung aufgefangen worden, wäre es mitten in den Scherben gelandet. Die häufig weichen Knöpfe der Fernbedienungen laden Kaninchen geradezu zum Abknabbern dieser ein. Lasst diese also nicht unbeobachtet offen liegen. Bei manchen Kaninchen reicht es vielleicht schon, die Fernbedienung falsch herum (also auf den Knöpfen) hinzulegen, bei anderen sollten diese lieber ganz außer Reichweite (Schrank, Schublade, Holkästchen etc.) wandern. Welche Zimmerpflanzen sind giftig? Datenbank mit Giftpflanzen und Fotos © 2004 Kaninchenforum.com
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Kaninchenforum.com / FAQ


gelegt werden. Ganz wichtig ist aber, rundum die Plane gut unter der Matratze festzustecken. Sonst hockt eventuell bald ein Kaninchen darunter und wühlt die Plane aus dem Weg. An das Knistern, welches beim Übers-Bett-hoppeln entsteht, gewöhnen sich Kaninchen mit der Zeit recht schnell. Um die Aufmerksamkeit zusätzlich noch von der Plane zu lenken, und damit die Kaninchen ihrer Leidenschaft frönen können, kann man noch eine alte Decke, Laken oder ähnliches zum Bebuddeln und Zerfetzen auf die Plane legen. Diese Maßnahme eignet sich auch sehr gut bei kleinen Bettnässern ;-) Die Plane hält das Bett trocken, und das alte Laken lässt keine Pfütze auf der Plane stehen und kann leicht gewaschen werden. Soll verhindert werden, dass die Kaninchen das Reich unter dem Bett erobern, helfen wieder Holzbretter. Vier Bretter (in Höhe, Länge und Breite dem Bett entsprechend angepasst) zusammenschrauben (eventuell mit Zunahme von Winkeln), und dann am besten von innen ins Bettgestell stellten.
Auch Metallplatten kann man sicher verwenden oder die Wände bis zu einer entsprechenden Höhe zukacheln. Das wird dann aber doch meist aufwändiger und teuer sein. Manche Kaninchen lassen sich auch schon von Dekofolie an den Wänden abhalten. Zimmer- ecken, die ins Zimmer ragen, werden auch immer mal wieder gern bearbeitet. Diese kann man bei einem gesamten Wandschutz natürlich schon mit einbeziehen. Eine andere und einfache Möglichkeit bieten Holzecken, die auf die Ecken geschraubt werden. Dazu benötigt man nur je Ecke zwei z. B. 10x 40 cm Sperrholz-brettchen, die rechwinklig zusammengeschraubt/-genagelt/geleimt werden. Aluprofil kann man natürlich auch auf den Ecken befestigen.
bestimmte Ecken bevorzugt werden, kann man mit schweren größeren Fliesen (eventuell auch einem Holzbrett) auf dem Teppich Abhilfe schaffen. Fliesen lassen sich so auch gleich als eine Art Untersetzer für Wassernäpfe missbrauchen. Macht sich das Kaninchen wahllos über den Teppich her, bleibt wohl nur, sich zu überlegen, ob man sich von diesem trennt und auf einen anderen Bodenbelag umsteigt.
Möbeln wohl gewöhnen müssen. Manche Schränke und Kommoden lassen sich aber durch eine Stellwand vor den Übergriffen der Kaninchen schützen. Denkbar wäre da z. B. ein großer aufgeschnittener Karton, der um das Möbelstück platziert wird. Die jeweiligen Enden müssen dazu aber schon fest sein (z. B. zwischen Wand und Schrank geklemmt, eine schwere Kiste anstellen oder ähnliches), sonst ist er ganz schnell weggezerrt. Auch bietet bei nagewütigen Kaninchen ein Karton natürlich nicht so lange Schutz (irgendwann ist er durchgenagt und muss ersetzt werden). Eine andere Möglichkeit, die ähnlich funktioniert, lässt sich mit Sperrholzplatten umsetzen. Die einzelnen Bretter
lassen sich mit Panzerklebeband (dünne Platten) oder Scharnieren/Klavierband (dickere Platten) verbinden und um das Möbelstück stellen. Auch hier sollten die Enden festgeklemmt werden. Stellwände aus dickerem Holz könnten eventuell auch so genug Stehvermögen haben, um auch rabiateren Kaninchen stand- zuhalten (Achtung, dass die Stellwand nicht auf die Kaninchen fallen kann!) Wie auf diesem Bild zu sehen, hatten wir Holzecken aufgestellt, um die Schrankecken zu
schützen. Leider werden diese leicht umgeschmissen und halten nur durch den vorgestellten Unterstand. Jetzt haben wir ein Holzhaus gebaut, welches über die gesamte Tiefe des Schrankes geht (bzw. steht etwas über) und eine sehr hohe (so 30 - 40 cm höher als das Haus selber) Rückwand hat, um den Schrank zu schützen.
Eine Wolldecke über dem Bettende verhindert Nagespuren und Kratzer im Holz durch die Krallen beim Drüberspringen. Einzelne Möbel- beine könnt ihr vor kleinen nagewütigen Zähnchen schützen, indem ihr z. B. Kunststoffrohre aus dem Sanitärbereich (gibt es im Baumarkt in verschiedenen Längen) über die Beine stülpt (Achtung, falls sie es schaffen, den Kunststoffe zu benagen!). Ebenso lassen sich hierfür natürlich auch feste Papprohre wie Teppichröhren (müssen natürlich entsprechend gekürzt werden), gebastelte „Holzstulpen“ oder ähnliches verwenden.
Langohren gebracht werden (beispielsweise Hochstellen, in ein anderes Zimmer oder ganz weg), da diese oft giftig sein können. In der