| Physiotherapie nach Kastration bei Georgina |
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| 22. May 2009 09:21 | |
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ein Erfahrungsbericht von TineGinaKilian Als meine beiden Kaninchendamen Georgina und Hilde anfingen sich andauernd zu jagen, scheinträchtig zu werden, nicht mehr richtig zu fressen und in Rekordzeit abzunehmen, entschied ich mich bide kastrieren zu lassen.
Bei Georgina war es eine sehr schwere OP-schon fast eine Not-OP-da sie schon die ganze Gebährmutter voller Blut und Zysten an den Eierstöcken hatte. Das Gewebe war wohl auch schon ein wenig verändert. Bei Hilde lief alles glimpflicher ab. Sie hatte "nur" Zysten an den Eierstöcken und hat auch während der Op nicht so viel Blut verloren. Beide hatten eine schmerzstillende Spritze bekommen am ersten und am zweiten Tag nach OP. Die Narben heilten gut ab und Hilde war am dritten Tag nach der Op schon relativ fit. Aber irgendetwas stimmte mit Georgina nicht. Obwohl die Narbe gut aussah, bewegte sie sich gar nicht, sondern stand nur auf der Stelle, legte sich nicht hin und hoppelte gar nicht. Nicht mal zum Napf, wenn es Essen gab. Sie entlastete ihre Vorderpfoten abwechselnd während sie nur da hockte. Ich mußte das Futter direkt vor sie legen, damit sie fraß. Natürlich bin ich jeden Tag zum Tierarzt (auch zu verschiedenen, weil es Wochenende war und ich zum Notdienst gegangen bin). Jedesmal schilderte ich ihr Verhalten, aber niemand wußte, was sie hatte, da der Bauch sich gut anfühlte. Sie gaben immer nur eine schmerzstillende Spritze. Am vierten Tag stellte ich größere und kleinere Knubbel bei beiden Kaninchen fest. An den Vorderpfoten und an den Rippen. Teilweise verkrusteten die Knubbel und der Tierarzt operierte nur die Hilde erneut, da es bei Gina zu großflächig war. Er meinte auch nach der OP, daß es bei Gina von alleine wieder weggehen würde, da es sich um verkapselte Flüssigkeit von der Infusion handeln würde, die zwischen Hautschichten geraten ist, wo sie nicht richtig abtransportiert werden konnte. Daher also die Schmerzen. Offenbar verpackte Hilde die Schmerzen besser als Gina, da sie nach kurzer Zeit wieder fit war. Die Kastra war nun eine Woche her und Gina hockte immernoch nur einfach da und entlastete ihre Vorderpfoten. Klar,das muß man sich einmal vorstellen - eine Woche am Stück nur zu stehen. Da würde ich auch meine Beine entlasten. Hilde war sogar so fit, daß sie die Gina einfach umgerannt hat, als sie unter die Couch wollte und Gina fiel stocksteif um, ohne irgendwelche Reflexe oder Stellreaktionen, einfach en bloc, wie ein Baumstamm, und verdrehte die Augen. Da ich Physiotherapeutin bin, war das für mich der Auslöser es einmal mit Physiotherapie zu versuchen, denn eine Frau mit einer Total-OP hätte ich ohne Gnade direkt am nächsten Tag aus dem Bett gescheucht. Also schnappte ich mir Klein-Gina und bewegte ihren Rumpf ganz vorsichtig zunächst einachsig in jede Richtung. Besonders haben wir die Seitneigung und Drehung geübt. Danach habe ich das mehrachsig gemacht und ihre Muskulatur an den Pfötchen gedehnt. Zum Abschluß mußte sie mindestens zweimal eine immer länger werdende Strecke über eine weiche Unterlage hoppeln, damit ihre Gelenke besser geschmiert und entlastet werden. Das Programm haben wir zwei Mal am Tag gemacht und nach drei Tagen war sie wieder meine alte Gina. Ganz ohne Schmerzmittel! |
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| Letzte Aktualisierung ( 22. May 2009 09:22 ) |
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