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Myxomatosis Help Line Drucken
23. Februar 2007 23:48

Ronnie & Reggie's Story

(Diese Übersetzung entstand mit freundlicher Genehmigung der Besitzer von Ronnie. Das Original befindet sich hier.)

Das ist die Geschichte von zweien unserer Kaninchen, die an Myxomatose erkrankten, und was mit ihnen geschah.

Wir bekamen Ronnie und Reggie (zwei schwarze Widder) von John & Gwen Butler von Bunny Burrows Anfang letzten Jahres, und bis August letzten Jahres ging alles gut.

Am Freitag, den 24. August, bereiteten wir uns auf die Ferien vor und wollten unsere Kaninchen in die Transportboxen setzen. Plötzlich meinte Sue, dass Reggie nicht sehr gut aussah, und sie beschloss, mit ihm zum Tierarzt zu gehen. Wir brachten ihn zum örtlichen Tierarzt, der Myxomatose diagnostizierte. Er empfahl uns, Reggie einzuschläfern, aber wir entschieden uns zu versuchen, Reggie durch diese Krankheit zu begleiten, und nahmen ihn mit nach Hause.

Wir stornierten den Urlaub und versuchten, alles über diese Krankheit zu erfahren. Nachdem wir ein wenig im Internet gesucht hatten, fanden wir die Myxomatosis Helpline. Dies ist eine hervorragende Website von Robin und Tracy Guppy, welche die Geschichte von ihrem Kaninchen Benjamin und seinem Kampf gegen diese schreckliche Krankheit erzählt. Diese Seite enthält eine Menge brauchbarer Tipps, darunter eine Anzahl Ratschläge für homöopathische Anwendungen, die dem Tier durch die schwere Zeit helfen. Einer der wertvollsten Tips war die Duftöllampe (wir hielten Eukalyptusöl für das Beste), um dem Tier das Atmen zu erleichtern, Echinacea, um dem Immunsystem zu helfen, die Krankheit zu bekämpfen (erhältlich in Apotheken oder Drogerien), plus einem kleinen Trick, den wir selbst entwickelten. Wir tränkten einige Wattebälle mit Olbasöl und befestigten sie mit Wäscheklammern an dem Käfiggitter, wenn wir einmal ausser Haus waren und die Öllampe nicht brennen lassen wollten, oder wenn wir schliefen.

Das erste, was wir taten, war, Reggie von den anderen Kaninchen zu isolieren, um die Ausbreitung der Krankheit zu verhindern (obgleich keine anderen Kaninchen angesteckt wurde ausser Ronnie).

Es war um diesen Zeitpunkt, als wir möglicherweise den schlechtesten Rat bekommen haben während des gesamten Verlaufs der Krankheit, als uns erzählt wurde, dass die Krankheit nicht von einem Kaninchen zum anderen übertragen werde, sondern durch stechende Insekten wie Stechmücken, Moskitos, Flöhe etc.. Dieser Information glaubend setzten wir Ronnie zu Reggie, um ihm einen Gefährten zu geben. Sie waren Brüder und immer zusammen gewesen.

Wir kauften Moskitonetze, und Sue befestigte sie sorgfältig um den Käfig von Ronnie und Reggie, um sie vor Insektenstichen zu schützen und eine weitere Ausbreitung auf unsere anderen Kaninchen zu unterbinden. Reggie bekam Antibiotika, um eine Sekundärinfektion zu verhindern. Wir wollten hauptsächlich eine Lungenentzündung vermeiden, an der die meisten Kaninchen mit dieser Krankheit sterben. Es ist nicht die Myxomatose, die sie tötet, sondern die Sekundärinfektionen. Unglücklicherweise erlag Reggie nach 13 Tagen der Krankheit, und wir waren am Boden zerstört. 

Das Schlimmste sollte noch kommen. Sue hatte ein paar Tage, bevor Reggie starb, die ersten klinischen Symptome der Krankheit bei Ronnie entdeckt, diese beginnenden Schwellungen um die Augen.  Wir brachten alle unsere Kaninchen zum Tierarzt, um sie gegen Myxomatose impfen zu lassen, auch Ronnie. Der Arzt meinte, er könne nicht eindeutig sagen, ob er erkrankt wäre, und er wurde mit den anderen geimpft (ich frage mich nun, ob dies einen grossen Unterschied machte).

Nach einige Tagen war es eindeutig, dass Ronnie erkrankt war, obwohl die Symptome unterschiedlich zu Reggie's waren. Während Reggie nicht viele Beulen hatte (nur Bläschen in den Ohren), zeigte Ronnie dicke Schwellungen an der Nase, den Ohren und Beinen. Das Einzige, was sie gemeinsam hatten, waren die Beulen über den Augen und die Niesanfälle, die mit der Krankheit einhergingen.

Wir entschlossen uns, mit ihm einen Spezialisten aufzusuchen, und brachten ihn zu Frances Harcourt Brown, die beste Kaninchen-Tierärztin, die ich kenne. Eindeutig eine anerkannte Expertin auf ihrem Gebiet, obwohl sie bemerkte, dass sie nicht sehr viel Erfahrung mit Myxomatose hatte, aber sie wollte es versuchen. Ronnie bekam Antibiotikainjektionen  (Depomycin Forte), ein Schmerzmittel (Metacam), ein Puder um die Atmung zu erleichtern  (Bisolvin), und Nasentropfen, um ebenso die Atmung zu unterstützen  (Genticin). Das grösste Problem, dem wir uns zuwenden mussten, war die Atmung, und diese Medikamente mit gleichzeitiger Gabe von homöopathischen Mitteln halfen bedeutend. Frances sagte, auch die Tatsache, dass Ronnie an vielen Beulen litt, zeige, dass er etwas an Immunität gegen die Krankheit besässe. Wir waren uns nicht sicher, ob die Impfung unseres Tierarztes einen Unterschied gemacht hatte, wahrscheinlich hatte sie ihm nicht geschadet.

Einige Male während der Krankheit hörte Ronnie auf zu fressen, und wir mussten ihn mit einer Spritze Aufbaunahrung einflössen. Wir glauben, dass ein Abfallen der Raumtemperatur der Auslöser war, es ist wichtig, das Kaninchen warm zu halten, der Virus mag keine Wärme.

Aus den Tagen wurden Wochen, und wir bekamen Hoffnung. Nach etwa 7 bis 8 Wochen wussten wir, dass er das Schlimmste überstanden hatte. Frances brachte eine Kamera und fotografierte Ronnie (sie hat diese Fotos für Lektüren im ganzen Land verwendet).

Der Wendepunkt kam nach etwa  9  Wochen, als die Krusten der anfänglichen  Beulen  endlich  abfielen. Als die Krusten an der Nase abfielen, wurde seine Atmung innerhalb weniger Tage besser.

Als wir Ronnie zurück zu Frances brachten, machte sie noch einige Fotos und sagte uns, dass wir Ronnie nur noch bringen sollten, wenn wir es für nötig hielten. Die Erleichterung war wundervoll!!!

Ronnie macht wieder Unfug wie früher. Er zeigt nur leichte Anzeichen, dass jemals etwas verkehrt war, diese sind ein gelegentliches Niesen (er hatte das vorher nie wirklich) und gelegentlich ein tränenendes Auge.

Ich möchte sagen, dies war die schmerzvollste Erfahrung in all unseren Jahren, in denen wir Kaninchen hielten. Es gab Zeiten, in denen wir uns fragten ob wir fair zu Ronnie waren, als er wirklich stark kämpfte, und wir konnten uns erinnern, wie er früher war, es brach uns unser Herz, ihn so zu sehen, aber ihn jetzt wieder herumrennen sehen zu können, war es auf jeden Fall wert.

Ich glaube, Ronnie verdankt sein Leben einer Anzahl von Faktoren und einigen Menschen, denen  ich gerne meine meine Anerkennung geben möchte.

1. Zuerst und vor allen Dingen Frances Harcourt Brown*, ohne deren Wissen und Ermutigung weder wir noch Ronnie da hindurch gekommen wären, und ich bin mir sicher, ohne sie hätte Ronnie es nie geschafft.

Hier einige Fotografien von Frances, welche die Anzeichen von Myxomatose zeigen und wie Ronnie während der Krankheit aussah.

 Auge
Ronnie mit Schwellungen an den Augen

 

 


 Auge2
Ronnie nach dem die Krusten abgefallen waren

 

2. Die Myxomatosis Helpline und einige Unterhaltungen, die wir mit Robin und Tracy hatten, gaben uns Hoffnung auf ein Licht am Ende des Tunnels, auch die homöopathischen Medikamente waren sehr hilfreich.

3. Den meisten Anteil an der Pflege von Ronnie und Reggie hatte meine Verlobte Sue. Ohne ihre ständige Fürsorge und Medikamentengabe hätte Ronnies Genesung vermutlich nie stattgefunden.

4. Zuletzt Ronnie selbst. Er gab niemals auf und kämpfte sich durch. Wie Frances sagte: Sie dachte immer, Ronnie hätte eine Chance weil er leben wollte.

Zum Schluss hoffe ich, dieses Erlebnis gibt allen Kaninchenbesitzern, die mit dieser schrecklichen Krankheit konfrontiert werden, ein wenig Hoffnung. Es gibt keine schnelle Heilung, und es wird defintiv Wochen dauern, bis ein Kaninchen sich vollständig erholt, aber es kann passieren, wie Ronnie beweist.

Buch * Ein Buch über Kaninchenkrankheiten von Frances Harcourt Brown in Englisch kann man hier bestellen.

 

 

 

 

 

  

Impfungen zur Gesundheitsprophylaxe vom Kaninchenschutz

stoffines Tier mit Myxomatose mit Fotos

Behandlungsberichte aus dem Forum 

Impfempfehlung des Tierärzteverbandes

Wann ist ein Kaninchen impfwürdig?

In Endemiegebieten alle 4 Monate impfen 

Immunprophylaxe beim Kaninchen

Schutzimpfungen für gesunde Tiere 

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Letzte Aktualisierung ( 12. August 2008 14:53 )
 
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