| Myxomatose |
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| 23. February 2007 23:43 | |
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Die Myomatose, im Volksmund auch "Kaninchenpest" genannt, wird vom einem Virus (Leporipoxvirus myxomatosis) hervorgerufen. Die Übertragung erfolgt durch Transportwirte: Mücken, Zecken, Milben, Flöhe oder seltener auch durch Kontakt mit kranken Tieren, von denen das Virus mit Sekreten der erkrankten Schleimhäute massenhaft ausgeschieden wird. Auch der Mensch kann als Überträger fungieren, wenn er z.B. gesunde Kaninchen mit durch infiziertes Sekret verunreinigten Händen in Kontakt bringt. Das Virus ist in Wildkaninchenpopulationen weit verbreitet. Bei Kontakt eines Hauskaninchens mit Wildkaninchen besteht also immer die Gefahr einer Ansteckung. Der Erreger ist sehr widerstandsfähig gegen Erwärmung, Trockenheit und viele Desinfektionsmittel, wodurch er sich lange in Käfigen, Geräten usw. halten kann. Menschen oder andere Säugetiere als Kaninchen erkranken nicht an Myxomatose. Die Myxomatose tritt seuchenhaft auf, vor allem in der feuchtwarmen Jahreszeit (Sommer, Frühherbst), da es dann auch viele Insekten gibt. Empfänglich sind Kaninchen aller Altersgruppen und Rassen.Von der Ansteckung bis zum Ausbruch der Krankheit vergehen 3 - 8 Tage, gelegentlich auch länger. Symptome (nicht immer treten alle auf): Ab 3. - 5. Tag: Die Augenlider schwellen an. Eine eitrige Bindehautentzündung tritt auf. Es besteht eine hochgradige Lichtempfindlichkeit. 5. - 6. Tag nach Ansteckung: Weiche Schwellungen (Myxome) treten um die Augen, am Ohrgrund, in der Ohrmuschel, auf dem Nasenrücken, an der Nasenöffnung und am Maulspalt auf, wodurch der Kopf des Kaninchens so verändert aussieht, dass man von einem "Löwenkopf" spricht. Weiche Schwellungen sind auch in der Genital-/Analregion feststellbar. Ein eitriger Schnupfen führt zu Atembeschwerden. Die erkrankten Tiere sind sichtbar benommen. Ab etwa dem 3. Tag der Erkrankung fressen die Tiere nicht mehr. Nach einer Krankheitsdauer von etwa 7 - 10 Tagen sterben die inzwischen stark abgemagerten und entkräfteten Tiere. Fast alle Tiere, die so erkranken, sterben auch. Es gibt allerdings auch eine milde Verlaufsform, bei der nur eine milde Bindehautentzündung, Pusteln an Nase und im Genitalbereich und in den Ohrmuscheln auftreten. Diese Form kann spontan ausheilen. Andere Krankheiten mit ähnlichen Symptomen sind z.B. Pockeninfektion und durch Bakterien verursachte eitrige Lidbindehautentzündung. Lassen Sie das Kaninchen von einem Tierarzt untersuchen! Bei akut kranken Tiere ist keine Therapie möglich. Wenn man mehrere Kaninchen hält, sollte man erkrankte einschläfern lassen, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern. Auch bei einzeln gehaltenen Kaninchen mit Myxomatose ist häufig eine schmerzlose Tötung durch den Tierarzt nötig, um es vor einem qualvollen Ende zu bewahren. Vorbeugung: Kontakt mit Insekten verhindern (Fliegengitter) – meist nicht 100 %ig möglich Schutzimpfung Eine Erstimpfung sollte im Alter von im Alter von 8 - 10 Wochen erfolgen. In stark verseuchten Gegenden kann eine Impfung schon ab der 4. Lebenswoche mit einer Anschlußimpfung im Alter von 8 Wochen sinnvoll sein. Zur Erhaltung des Infektionsschutzes sind regelmäßige Nachimpfungen alle 6 bis 9 Monate (Frühjahr und Herbst) nötig. Impfungen zur Gesundheitsprophylaxe vom Kaninchenschutz Aktuelle Übersichtskarte zu Myxomatose, RHD und Tularämie Myxomatosegefahr trotz Minustemperaturen Strolchs Kampf gegen Myxomatose Behandlungsberichte aus dem Forum Impfempfehlung des Tierärzteverbandes Schnupfenimpfung ist umstritten! © 2003 Kaninchenforum.com
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| Letzte Aktualisierung ( 14. September 2009 15:14 ) |
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