| Erfahrungsberichte zu Augen-Operationen beim Kaninchen |
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| 23. February 2007 22:42 | |
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von Krini und Sanne Candys Augen-OP (Bericht von Krini) 15.11.05 18.11.05 Vom Tierarzt zurück: Ich hab jetzt auch Tropfen (Dexa-Polyspectran) bekommen. 29.11.05 Jetzt zur Diagnose: Medikation: Des weiteren soll ich das Augelid möglichst oft wieder entrollen und massierend nach unten ziehen. Nächste Woche Dienstag muss ich wieder hin, wenn dann keine Besserung aufgetreten ist, muss er eventuell operiert werden. Ich hoffe natürlich, dass es sich vermeiden lässt. 06.12.05 13.12.05 20.12.05 21.12.05 Hab ihn grade abgeholt. Er hat die OP gut überstanden, das ganze Auge war voll mit Eiter. Leider konnten sie nur eine Injektionsnarkose anwenden, und er torkelt jetzt wie ein Bekloppter und ist total panisch. Hab das Wohnzimmer abgedunkelt, musste alles aus dem Gehege entfernen, da er davor gerannt ist. Wenn ich zu ihm gehe, versucht er panisch, an mir hoch zu krabbeln, ich weiß nur nicht, ob es besser ist, ihn auf dem Arm zu haben (zum beruhigen) oder ihn ganz in Ruhe zu lassen. Der arme Kleine. Hoffentlich gehts ihm bald besser. Der Eiter im Auge ist komplett entfernt worden, und er hat versucht, die Fettschicht hinter dem Auge so weit wie möglich bestehen zu lassen, damit es nicht so eingefallen aussieht, wenn´s verheilt ist. 23.12.05 Bilder direkt nach der OP
Candy heute:
Mios Happy end (Bericht von Sanne) Mio wurde im November 2005 bei einem Tierarzt mit den Worten "Schläfert ihn ein, esst ihn, macht mit ihm, was ihr wollt!!!" abgegeben, und weg waren die Besitzer. Nach Begutachtung des Tieres stellte man fest, dass er noch nicht mal ein Jahr alt, auf 1 kg abgemagert war und wohl bereits wochen- wenn nicht sogar monatelang in der Transportbox gehaust haben muss, in der er abgegeben wurde. Er muss schrecklich gestunken haben, die Box war komplett vollgepieselt und vollgeköttelt. Was er zu essen bekommen hat, falls es etwas gab, bleibt wohl für immer ein Rätsel. Nach eingehender Untersuchung stellte man fest, dass es sich um einen kastrierten Rammler handelt, dass sein rechtes Becken in jungem Alter gebrochen und bereits schief zusammengewachsen war und dass sein rechtes Auge eine massive, weit fortgeschrittene Hornhautentzündung aufwies. Man versuchte, das Auge mit Augensalbe zu behandeln, was ihm aber schreckliche Schmerzen bereitete und keinen Erfolg zeigte. So beschloss man, dass das Auge nicht erhalten bleiben konnte, da die leider bislang unbehandelte Entzündung auch den übrigen Organismus massiv belastete. Daraufhin wurde das Auge durch eine aufwendige Operation entfernt. An der rechten Kopfhälfte des Kaninchens wurden das komplette Fell sowie die Tasthaare abrasiert, und nach der operativen Entfernung des Auges wurden die Lider zusammengenäht. Mio reagierte während der Narkose zwar mit Schnappatmung, was Grund zur Sorge bereitete, überstand die OP letztendlich aber trotzdem den Umständen entsprechend gut. Nach der OP war er sehr schwach und fraß kaum. Dies legte sich aber innerhalb weniger Tage. Er musste 10 Tage lang einen Trichter bzw. eine Halskrause tragen, damit er die Wunde nicht wieder aufreißen konnte. Nach 9 Tagen wurden die Fäden gezogen, nach 10 Tagen wurde dann der Trichter entfernt. Die Wunde war ohne Komplikationen geheilt, und das erste Fell begann schon wieder zu wachsen. Mio kam am 4. Advent 2005 zu mir, also kurz vor Weihnachten, und die OP war da ca. 3 Wochen her. Mittlerweile, ca. 2,5 Monate nach der OP, ist die Wunde komplett zugewachsen, das Auge sieht einfach aus, wie wenn es immer schlafen würde. Zwischenzeitlich hat er auch zugenommen, wiegt nun 1,5 Kg und hat trotz aufgetretener Zahnprobleme eine stabile Gesamtkonstitution erreicht. Mio kommt mit seiner Behinderung sehr gut zurecht und ist in keinster Weise dadurch verunsichert. Er erschrickt zwar manchmal etwas, wenn etwas unerwartet von der blinden Seite auf ihn zukommt, aber das ist ja ein verständliches Verhalten, da ihm einfach der gewohnte Rundumblick durch die Amputation fehlt. In gewohnter Umgebung bewegt er sich sicher und frei. In neuer, ungewohnter Umgebung kann es passieren, dass er sich mal anstößt, aber auch das passiert immer weniger, da auch die Tasthaare nachgewachsen sind, und er sich somit noch besser orientieren kann. Zum Schlafen legt er sich immer auf die "sehende Seite", so dass die blinde Seite oben ist. Seine nötige Wachsamkeit als Fluchttier behält er dadurch aufrecht, indem er stets das Ohr auf der blinden Seite auf Empfang hält, auch wenn er tief und fest schläft. Sein feiner Gehörsinn ersetzt ihm in diesem Moment das Augenlicht. Das gesunde Auge begann nun leider Ende Januar, eine Veränderung aufzuweisen. Die TÄ untersuchte die Hornhaut und stellte einen kleinen Defekt fest. Dieser wurde über mehrere Wochen 2 x täglich konsequent mit Augensalbe behandelt und ist nun so gut wie verschwunden. Dies macht sehr eindrücklich deutlich, wie wichtig eine frühzeitige und konsequente Behandlung bei Erkrankungen von Kaninchen ist. Alles in Allem ist Mio trotz seiner Behinderungen ein sehr lebensfrohes, übermütiges, neugieriges und dankbares Kaninchen, das ich nur bewundern kann!
Mio nach der OP mit Halskrause nach dem Fäden ziehen
3 - 4 Wochen nach der OP Mio heute beim entspannten Schlafen
und Rumsausen
Siehe auch: Blutegel-Therapie bei eitriger Entzündung nahe dem Auge Ein Erfahrungsbericht beim bunny-in Augenerkrankungen beim Kaninchen Betreuung vor und nach einer OP © 2006 Kaninchenforum.com
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| Letzte Aktualisierung ( 19. February 2010 15:47 ) |
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